Da muss es doch noch mehr geben…

Diesem Gedanken nachzugehen, war ich Jahre lang nicht motiviert genug. 13 Jahre an einem katholischen Mädchengymnasium brachten mich nicht dazu, mich für andere Religionen und Lebensphilosophien zu interessieren. Und auch die Erzählungen meines damaligen Freundes, der mir über Erich von Däniken und spirituellen Erfahrungen berichtete, blieben bei mir damals noch ohne Resonanz. Ich blieb lieber in meiner Komfortzone und jammerte meiner Freundin immer wieder die gleichen Dinge vor, derer ich eigentlich schon selbst überdrüssig war.

Als meine Freundin dann von einem Seminarhaus im Elsass, Meditationen und anderen „verrückten“ Dingen (wie ich damals noch fand) erzählte , hörte ich nur zu, um sie jederzeit wieder „auf den Boden der Tatsachen“ holen zu können.

Eine Woche lang kämpfte ich mit mir, bis ich schließlich doch im Auto auf dem Weg nach Ribeauvillé zum Chateau Amritabha saß. Als ich schließlich in der Vorstellungsrunde meines ersten spirituellen Seminars „Der Weg ins Licht“ kaum 3 Sätze von mir geben konnte ohne wie ein Schlosshund zu heulen, wollte ich mich schon nach 15 Minuten wieder auf den Heimweg machen. Ich hatte keine Lust, 6 Tage heulend in einem Seminar zu sitzen und dafür noch Geld auszugeben. Ich bin dem Seminarleiter heute noch dankbar, dass er mich überzeugt hat, zu bleiben – ich habe für mich erkannt, dass es tatsächlich noch vieles gibt, was wir Menschen nicht mit unseren gewohnten Sinnen wahrnehmen können.

Eine Übung ist mir noch sehr präsent und das liegt u.a. an meinem Übungspartner, der bisher mehr Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht hatte. Wir sollten unsere Liebe in einem Airbag vor uns sammeln und unseren Partner mit unserer Liebe berühren. Hatte ich soeben noch darüber geschmunzelt, befand ich mich kurze Zeit später gefühlsmäßig durch die Wand an die frische Luft katapultiert. Ich konnte in Bruchteilen einer Sekunde soviel über Liebe erfahren, wie ich in 30 Jahren meines Lebens nicht erfahren habe: Liebe ist nicht nur weich und zärtlich, Liebe ist auch stark, gewaltig und durchdringend. Ich kann Liebe nicht nur mir nahestehenden Menschen entgegenbringen, sondern allen Menschen, Lebewesen und Dingen, die mir begegnen oder mit mir verbunden sind. Durch Liebe kann man sogar Heilung erfahren …Das war mal geballte Liebe ;o)

Völlig beseelt und beglückt ging es dann wieder Richtung Heimat. Ich hatte mir fest vorgenommen in meinem bisherigen Leben aufzuräumen und eingefahrene Gewohnheiten mit meinen neuen Erkenntnissen zu prüfen, ändern und wenn nötig loszulassen. Das war gar nicht so einfach, denn war ich doch noch so Feuer und Flamme von dem Erlebten und wollte meine Erfahrungen so gerne teilen… stieß ich doch eher auf Stirnrunzeln und fragende Gesichter…

In meinem nächsten Blog werde ich berichten, wie sich mein Alltag durch meine neuen Erfahrungen veränderte und wie es dazu kam, dass ich die Leitung des Shops im Chateau Amritabha übernehmen durfte.

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4 Kommentare zu Da muss es doch noch mehr geben…

  1. Raho sagt:

    Das hast du wirklich sehr schön geschrieben. Und wie schlau, mich am Ende aufs nächste Mal warten zu lassen! Ich will mehr von dir lesen 🙂

  2. zarina sagt:

    das liest sich gut. vielen dank selina 🙂

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