Die Göttliche Mutter

Goettliche MutterFür mich ist die Göttliche Mutter die Schöpfung selbst, das Leben, das mir jeden Tag begegnet.

Eins zu sein mit der Göttlichen Mutter bedeutet für mich das bedingungslose Annehmen des Lebens und alles was es für mich bereit hält. Es bedeutet “ JA“ sagen zu mir selbst, zur Erde, zu meinem Leben auf der Erde. Es macht keinen Unterschied, ob mir das Leben angenehm begegnet oder ob es schwierig und manchmal schwer ist. Alles hat seinen Wert und aus allem kann ich lernen, mal direkt und mal indirekt. Schwächen anderer bringen mich in meine eigene Kraft und Stärken anderer ebnen mir den Weg. Es ist nicht notwendig sich abzugrenzen oder herauszunehmen. Die Göttliche Mutter ist immer mitten im Leben und sie weiß, das Leben hat immer recht. Vielleicht meinen wir manchmal ungerecht behandelt worden zu sein und das mag oberflächlich gesehen auch stimmen. Doch wenn man tiefer schaut (und das geht nur über das Annehmen) dann fühlt man, dass es wichtig und richtig war für die eigene Entwicklung, für das eigene Bewusstsein.

Einssein mit der Göttlichen Mutter bedeutet für mich, die Schöpfung, das Leben und die Erde zu heiligen. Allem mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen und mich selbst immer wieder in den Fluss des Lebens zu stellen

Die Meditation ist ein wichtiger Bestandteil, doch noch wichtiger ist, dass wir die Meditation auf unser Leben ausdehnen. Das wir das Leben spüren in jedem Moment. Wann haben wir zum letzten Mal eine Landschaft wirklich gefühlt, ihre Botschaft, was sie uns zu sagen hat? Wann haben wir uns den Raum genommen, eine Situation, die wir nicht verstehen oder nicht gut finden, wirklich in uns aufzunehmen und uns durch sie leiten zu lassen? Diesen Fluss des Lebens in ihr zu spüren und ihm zu folgen?

Die Göttliche Mutter ist eins mit Gott selbst. Sie ist die Sprache Gottes. Die Stimme Gottes können wir in der Meditation empfangen, aber wir empfangen sie auch in der gesamten Schöpfung. In jedem Baum, in jedem Insekt, in unserem Gegenüber, in allem was uns begegnet. Das heißt nicht, dass alles, was uns begegnet auf Dauer gut ist. Vieles fordert uns heraus, es anders zu machen, neue Wege zu beschreiten oder andere Entscheidungen zu treffen. Doch immer ist es im 1. Schritt das, was gerade passend ist für uns. Das bedeutet Annehmen. Es hat nichts mit Gleichgültigkeit zu tun oder mit Teilnahmslosigkeit.

Wenn wir der Göttlichen Mutter Raum geben und sie wirklich in unserem Inneren wohnt, dann sind wir eins mit Gott selbst, eins mit dem Licht. Es kann gar nicht anders sein, denn die Göttliche Mutter hat keinen anderen Auftrag, als die Stimme, die Sprache Gottes zu sein, seine Herrlichkeit auszudrücken und erfahrbar zu machen. 

Eine gute Möglichkeit, dieses im Leben zu verwirklichen ist, wie meine liebe Kollegin Insha es macht, sich vor allem zu verneigen. Das kann man ein paar Mal ganz bewusst machen (das geht auch im stillen Kämmerlein), bis dieses zu einer Geisteshaltung geworden ist, die uns immer begleitet. Ganz besonders sollte man sich vor den Menschen/Situationen verneigen, zu denen man keine guten Gefühle hegt, denn auch sie haben eine wertvolle Botschaft für uns, wollen uns lehren und wachsen lassen. Dann können wir uns für das öffnen, was es uns wirklich zu sagen hat. Wir können diese Übung auch für unser Leben als Ganzes oder für die Erde machen. Wir nehmen damit unser Leben und die Herausforderungen neu an und kommen vielleicht zu neuen Erkenntnissen oder Lösungen. Wir können das mit unserem Partner machen, um ihn neu zu sehen und mehr von ihm aufzunehmen oder von seiner Botschaft für uns hereinzulassen.

Für mich ist es ein Lebensauftrag, meine Fähigkeiten zu nutzen, um unsere Schöpfung weiter zu entwicklen. Ich selbst und ich glaube jeder Mensch trägt ein großes schöpferisches Potenzial in sich, sonst wäre er nicht hier, sonst wäre er nicht Mensch. Wenn wir die Göttliche Mutter in uns annehmen und fühlen, dann wird sie uns leiten, diese Fähigkeiten wirklich ins Leben zu bringen und unseren Beitrag zu leisten. Das ist für mich das schönste Geschenk unserer Schöpfung, das wir selbst uns darin spiegeln dürfen, das wir selbst uns in ihr wiedererkennen dürfen.

In Liebe

Fe San

 

 

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2 Kommentare zu Die Göttliche Mutter

  1. sun ya sagt:

    Danke für deinen wundervollen Beitrag über die Göttliche Mutter. Love it! Love, Sun Ya

  2. Liebe FeSan, ich danke Dir für diese wunderbaren Worte, ich werde sie in meinem Herzen aufnehmen. Es ist soo stimmig, was Du schreibst, dass alles , was uns begegnet, auch wenn es schwierig ist, uns weiterbringt. Auch ich verneige mich vor der göttlichen Mutter.
    Herzlichst Mudra

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