Die Sache mit dem Glücklichsein

 

maske2Wir möchten natürlich alle glücklich sein, klar. Es ist ja jetzt die beste Zeit dafür, die neue Zeit, das goldene Licht – alles ist da. Das wissen wir, das hören und lesen wir immer wieder. Auch ich erinnere immer wieder daran – nicht zuletzt mit meiner Inneren-Kind-Arbeit – wie wichtig es ist, das Glück in uns selbst zu finden. Und das stimmt auch.

Doch manchmal erschleicht mich das Gefühl, dass manche von uns sich gar nicht trauen zu zeigen, dass sie nicht immer glücklich sind. Denn dann machen sie ja was falsch, dann haben sie etwas nicht verstanden. Dann schaffen sie es ja nicht „mitzugehen“. Das ist eine Haltung, die eher einsam macht als glücklich.

Ich glaube, dass es mit dem Glücklichsein nicht so gemeint ist.

Ich glaube nicht, dass es darum geht, dass wir konstant gleichmäßig glücklich sein müssen. Sondern eher darum, dass es uns möglich ist, in unseren Raum des Glücks immer wieder zurückzufinden. Dass wir die Möglichkeit und das Bewusstsein haben, das Glück in uns immer wieder neu zu wählen.
Natürlich können immer wieder Sachen in unserem Leben auftauchen, die uns nicht grade glücklich machen. Natürlich dürfen wir mal traurig, wütend, verunsichert sein. Dann aber kommt es darauf an, ob wir in diesem Zustand gefangen bleiben, oder ob wir in der Lage sind, in unsere Realität des Glücklichseins (zurück) zu wechseln. Ob wir die Möglichkeit haben, die Ebene zu wechseln. Wenn nicht, entsteht schnell eine „Negativ-Spirale“, bis wir im schlimmsten Fall, das Gute gar nicht mehr sehen. Dann sind wir von unserem Glücklichsein abgeschnitten. Wenn wir jedoch wieder wechseln können, dann kommt uns unser inneres Glücklichsein entgegen und hilft uns aus dem Tal heraus.

Wie meine ich das mit der „Realität des Glücklichseins“?

meditation-547951_640Ich glaube, dass wir das Glück immer in uns tragen. Wir sind mit dieser Qualität geboren. Denke nur an das Licht, dass aus den Augen der ganz kleinen Kinder strahlt!Ich glaube auch an den Spruch: „Wenn du das Glück nicht in dir selbst findest, dann findest du es nirgendwo.“ Wenn wir es aber in uns selbst finden, dann können wir darauf immer zurückgreifen. Es verschwindet nicht, es löst sich nicht auf. Es tritt vielleicht in den Hintergrund und das darf auch sein, aber wir können es immer wieder hervorholen.

Was braucht es dafür?

Erstmal müssen wir das Glück in uns aufspüren, erleben. Nur dann können wir es wieder hervorholen, abrufen. Und dann müssen wir in den entscheidenden Situationen daran denken, dass es immer da ist. Immer da, in uns. Wie die Sonne am Himmel, auch wenn sie mal komplett von den Wolken verdeckt wird. Sie ist da und wir können uns jederzeit mit ihr verbinden, von ihrer Kraft tanken, wir können uns an ihr wärmendes Licht mit jeder unserer Zelle erinnern. Dann ist es egal, ob die Wolken mal da sind oder nicht.

young-woman-2194038_1920Es kommt also darauf an, uns damit anzunehmen, was grade in uns ist. Es kommt aber auch darauf an, unseren Glücksraum in uns selbst zu finden und zu nutzen. Es wäre nicht ich, wenn ich an dieser Stelle nicht wieder an das Innere Kind erinnern würde. Aber es gibt auch andere Wege.

Ich glaube, es ist in jedem Fall wichtig, dass wir eine gute Beziehung zu uns selbst haben, uns selbst zum Mittelpunkt unseres Lebens machen, gut mit uns und gut zu uns sind. Vielleicht müssen wir unser Herz hier und da noch etwas heilen, damit seine Liebe uns trägt und die Brücke zu unserem Glücklichsein baut. Vielleicht müssen wir noch das eine oder andere, was uns von uns selbst trennt, auflösen. Ja, es ist in Ordnung. Wir müssen uns damit nicht verstecken. Aber wir sollten uns davon auch nicht von unserem Glück abhalten lassen. Denn das ganze Glück ist ja schon da, in uns. Jetzt und immer. Es muss nicht erst erschaffen werden und es hängt nicht vom Außen ab. Ich finde, das ist gut zu wissen, zu spüren und vor allem zu erinnern.

In Liebe,
Sina

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