Gemeinschaft leben, Essener heute: Shivas Lecture und die Regeln des Zusammenlebens

12108948_10206858209987721_6319921762259830109_n(english below)

Fe San bat mich, etwas über die Essener-Lecture am Lichtfestival-Samstag zu schreiben. Gerne, habe ich gesagt, aber ich muss etwas früher anfangen, um die Geschichte so davon zu erzählen, wie es mich berührt.

„Im Himmel eingeschlafen, dort aufgewacht“, habe ich vor ein paar Tagen geschrieben. Das ist Amritabha für mich, seitdem ich das erste Mal im August 2014 hier war. Weil hier so viele himmlische Dinge zusammenkommen. Aber vor allem, weil ich hier Gemeinschaft kennen gelernt habe. Gemeinschaft, die Raum gibt, aber auch Halt. Gemeinschaft, die herausfordert, die manchmal kompromisslos ist, die sich vor allem darin übt, bedingungslos zu lieben.

Im letzten Jahr war ich hier, als die Hausbewohner von Agni zur Essener-Gemeinschaft eingeweiht wurden. Die Veränderung war so greifbar. Auch meine Veränderung, als ich im Dezember selbst die Einweihung bekam. (Es gibt jetzt schon über dreihundert eingeweihte Essener; Agni gibt diese Einweihung seit weniger als einem Jahr.)

13340195_1387806201235744_4121658930299223543_o

Während ich jetzt diesen Blog schreibe, bin ich in der Lichtzentrumsleiter-Ausbildung – eine Gruppe von 14, davon vier Deutsche, eine Malayin, eine Hongkong-Chinesin und acht Teilnehmer aus Taiwan. Wir kommunizieren in drei Sprachen, wir schlagen Brücken von einer Kultur zur anderen. Wir schimpfen auch übereinander und wir schütteln manchmal die Köpfe, aber vielmehr stellen wir uns alle unseren eigenen Lernaufgaben in diesem Puzzle, und wir sind neugierig aufeinander.

Das Lichtfestival ist unser großes Projekt. Wir erproben das Netz, das wir in den Tagen zuvor gewebt haben. Und es macht mich froh, wie gut die Lecture über die Essener mit „Shivas Heaven Story“ und den Regeln der Gemeinschaft sich darin einbettet.

;

Während Shiva liest und die Regeln der Gemeinschaft in 15 Sprachen vorgetragen werden, beginnt über dem Zelt auf der unteren Terrasse der Regen zu rauschen.
Ein relativ kleiner Raum bis zum Rand gefüllt mit Hoffnung und mit… Liebe füreinander. Liebe für denjenigen, der mutig spricht, denjenigen, der andächtig zuhört, denjenigen, dessen Blick ich irgendwo im Raum treffe, und dem ich nicht ausweichen muss – wir spüren unsere Untrennbarkeit.
Jede Sprache stärkt das Versprechen, das Gebet, das wir in diesem Moment teilen: Wir wählen die Liebe. In vielen Gesichtern ist Erinnerung, an die Worte oder an dieses Gefühl, wieder zu vertrauen – eine tiefe Sehnsucht wird wach, erfüllt.

13329440_10150645441459996_6929518272554637267_oDas ist es, woraus Augenblicke gemacht sind, in denen Transformation geschieht: wenn Menschen einen großen Traum teilen, wenn sie bereit sind, ihn in ihrem Alltag zu teilen. So werden neue Strukturen schnell greifbar, Manifestation konkret, easy. Dort, wo wir Liebe wählen und uns gegenseitig in dieser Entscheidung tragen, ist Raum für Wunder, da können schöne Dinge passieren, JEDERZEIT.

Das Hallelujah, mit dem wir unser Brot segnen, hallt von den Wänden und Herzen wieder. Eine Aufgabe, die wir gemeinsam gewählt haben und nur gemeinsam erfüllen können. Das geteilte Brot ein Ausdruck von: „Es ist genug für alle da, Fülle.“ Auf einmal ist ein einfaches Stück Brot ein Stückchen vom Paradies – ein Paradies, das für uns jetzt greifbar wird.

Orama

Living community, Essenes today: About Shiva’s lecture and the rules of community

12108948_10206858209987721_6319921762259830109_nFe San asked me to write a piece about the Essene lecture, that took place at the lightfestival. Happy to do that, I answered, but my story starts a little earlier.

„Fell asleep in heaven, woke up there,“ I wrote a few days ago. And that is, what Amritabha is to me, since I came here first in August 2014. Because here, many heavenly aspects melt. But foremost, because I experience community here. Community that challenges, that is without compromise sometimes, but first of all a community that practices unconditional love in daily life.

Last year I was here, when Agni initiated the Essene community of Amritabha. The change was so concrete, so absolute. Also my own change, when I took the initiation in December. (Until now, there are more than 300 people initiated, in less than a year.)

13340195_1387806201235744_4121658930299223543_oNow, while writing this, I am participating in the lightcenterleader-training. We are a group of 14 – four Germans, one Malayan, one Chinese woman from Hong Kong and eight taiwanese trainees. We talk in three languages minimun, we build bridges from one culture to the other on a daily basis. Sometimes we also moan about one another and shake our heads. But first of all, we are willing to see our own chances to grow, we want to complete this puzzle, we are so curious about one another.

The lightfestival was our project – we tested the net of understanding and teamwork, we built the days before. It makes me happy, to see the lecture in this context, because the community we are talking about is already emerging.

So we listened to Shiva and to the rules of Essene community, which Agni gave to us, and listened to them in 15 languages.
Rain startet to pour down while we crammed into the tent on the lower terrace, standing side to side. A space full of hope, full of loving kindness for everyone – the one who is speaking bravely, the one who is listening with bliss, the one you meet eyes with and don’t need to shy away. Every language seemed to strengthen the promise that we gave to each other – some of us silent, some of us loud: We choose love. Every language showed a different aspect of this promise, this prayer. Some of us felt like they are reminded: of something they had prayed for, wished for, or even of something they had promised a long time ago.

13329440_10150645441459996_6929518272554637267_oThis is what a moment in time is made of: of people, who share a dream. And people who share the dream into their daily life. This is where manifestation happens and really gets easy: where we choose love and choose to support each other in doing so, beautiful things happen ALL THE TIME.

After listening, we sang the Hallelujah. It was echoing from the walls and our hearts and we knew: we are in it together, and happy to be. We then shared the bread we blessed and for me that was a symbol of: „Don’t worry, there is enough for everyone; abundance.“ And so, a simple, tiny piece of bread gets to taste like paradise – a paradise, that starts to be in reach for us, now.

Orama

Essener Regeln der Gemeinschaft/ Essenes rules of community

Wo Andere gleichgültig sind, wählen wir Liebe.

Wo Andere aggressiv sind, wählen wir Liebe.

Wo Andere sich Einschränken, wählen wir Liebe.

Wo Andere hartherzig sind, wählen wir Liebe.

Wo Andere eifersüchtig sind, wählen wir Liebe.

Wo Andere unglücklich sind, wählen wir Liebe.

Wo Andere ungeduldig sind, wählen wir Liebe.

Wo Andere sich ihrem Selbst verweigern, wählen wir Liebe.

Wo Andere im Dunkeln verweilen, wählen wir Liebe.

Wo Andere den Schmerz festhalten, wählen wir Liebe.

Wo Andere das Leid pflegen, wählen wir Liebe.

Wo Andere Schatten ihrer Selbst sind, wählen wir Licht.

Wo Andere stöhnen, wählen wir Glücklich-Sein.

Essenes rules of community

Where others are indifferent, we choose love.

Where others are aggressive, we choose love.

Wer others restrict themselves, we choose love.

Where others are stone-hearted, we choose love.

Where others are jealous, we choose love.

Where others are unhappy, we choose love.

Where others are impatient, we choose love.

Where others refuse their Self, we choose love.

Where others linger in the dark, we choose love.

Where others hold on to pain, we choose love.

Where others cultivate agony, we choose love.

Where others are shadows of their selves, we choose to be light.

Where others moan, we choose to be happy.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Amritabha veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Kommentare zu Gemeinschaft leben, Essener heute: Shivas Lecture und die Regeln des Zusammenlebens

  1. Irka sagt:

    Ja genau so habe ich es auch erlebt ❤️ Danke für den schönen Betrag – schön, dass es euch alle gibt, schön, dass die Liebe siegt! Love Irka

  2. Mairea Kuttner sagt:

    Danke Orama, ihr Lichtzentrumsleiter hab uns vorgemacht, wie die Essenerregeln auch unter schwierigen Bedingungen gelebt werden können. Darum war das ganze Fest so berührend und ein Erfolg für die Liebe.

  3. Sahira sagt:

    Danke für diese wunderschönen Worte! Ich war da und hab es genauso erlebt. Es war absolut ergreifend, tief und nachhaltig. Ein Wunder.

  4. Domin sagt:

    Hallo
    Gibt es in Düsseldorf eine Essener Gemeinschaft?
    Danke

  5. Iris sagt:

    Ihr Lieben,

    lese diese Zeilen seit ein paar Tagen täglich. DANKE von Herzen für diese segensreichen, klaren und heilsamen Worte.

    Danke Agni, Danke dem Team …
    You are gorgeous!
    *God is love* *Take a deep breath and let the sunshine in*
    Iris from Germany

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Antispam-Schutz *