Mein erstes Mal …

Wie kann es sein, wenn man zum ersten Mal nach Amritabha kommt, zum ersten Mal am Darshan teilnimmt? Sicher ist es für jeden etwas anders, denn jeder bringt etwas anderes mit. Manora erzählt von ihrem allerersten Besuch in Amritabha. Ein beeindruckendes Erlebnis von einerseits menschlichen Zweifeln, die wir alle kennen, und andererseits einer spontanen Heilung und einem tiefen Gefühl von Nachhausekommen. Vielen Dank liebe Manora für diesen schönen, ehrlichen Bericht, den viele sicher gut nachfühlen können.
Fe San

10835268_10152878957243713_1553056804732105305_oAmritabha – vom „Müsli“ bis zum „Schickimicki“, vom Baby bis zum Rentner
von Manora Gerber

Vor gut  12 Jahren fand ich den Weg nach Amritabha. Ich kam relativ frisch vom Seminar „Der Weg ins Licht“. Mein erster Besuch. Ich bin meiner Neugierde gefolgt und mit der Seminarleiterin zu einem Neujahrsfrühstück mit Darshan mitgefahren. Bis dato hatte ich keine Ahnung, um was es hier geht. Ich war Landmaus, 25 Jahre alt, evangelisch und in der Idylle eines Dorfes aufgewachsen.  Zwischen Sehnsucht nach dem Unbekannten und auch skeptischen Gefühlen kam ich dort an – ein beeindruckendes Anwesen. Das Herz schlug mir bis zum Hals. Ich wusste nicht, war es die Aufregung des Neuen, war es der Ort an sich oder einfach der Anstieg zu Fuß zum Eingang des Gebäudes?

Dort angekommen begrüßten sich die Menschen alle sehr herzlich. Mit einem Lächeln, mit einer Umarmung, befreit und  mit Liebe. Das kannte ich so in dieser geballten Form nicht aus meinem bisherigen Leben. So anziehend ich es hier fand, so zweifelnd beobachtete ich das ganze Geschehen. Ich reihte mich still, oberflächlich lächelnd und freundlich in die Schlange am Frühstücksbuffet ein. Es waren viele Menschen da.  Alle normal gekleidet, kunterbunt aus allen Bereichen und Schichten des Lebens.  Ich erinnere mich noch an den Moment, als es mir ein Lächeln entlockte bei dem Gedanken: „Vom Müsli bis zum Schickimicki, vom Baby bis zum Rentner ist hier alles vertreten. Das ist schon Mal ein gutes Zeichen.“

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAlles war total unkompliziert gegenüber dem gutbürgerlichen Leben, indem ich aufgewachsen war. Da hätte so ein Frühstücksbuffet noch perfekter, noch besser organisiert werden können. Aber diese Menschen hier störten diese äußeren Gegebenheiten nicht. Einfachheit lag in der Luft und darin das Schöne. Zum Beispiel erinnere ich mich noch an fehlende Sitzplätze. Da wurde einfach zusammengerückt, noch irgendwelche Sitzmöglichkeiten geschaffen oder im Stehen vom Teller gegessen. In keinster Weise ließen sich die Menschen hier an diesem Ort, so unterschiedlich sie auch wirkten, von ihrer Freude abbringen. Das beeindruckte mich sehr.

Der Darshan mit Agni

Am frühen Abend des Tages war Darshan mit Agni. Damals hatte ich keinen Funken Ahnung, was das bedeutete. Wir meditierten alle gemeinsam im sogenannten Tempel  von Amritabha. Da musste man die Schuhe am Eingang ausziehen. Das kannte ich nur aus Filmen, die in buddhistischen Tempeln spielten. “ Gut, grundsätzlich ist das ist ja eh bequemer“ hörte ich eine Stimme in mir und betrat den Tempel zur gemeinsamen Herzmeditation – meine erste Herzmeditation in Amritabha. Wieder pochte mein Herz laut und nahm mir fast den Atem. 

Alle Welten von Menschen hatten sich dort in Stille meditierend auf das Mantra „Gott ist Liebe“ eingefunden. Wow!  Wie cool war das denn!? Das bereitete mir eine Freude, die ich bis heute spüre.

Dann war die Meditation beendet. Ich wartete gespannt auf den angekündigten Agni- Darshan. Jeder, der mir bis dahin davon erzählte, hatte ein bestimmtes Leuchten in den Augen. Ich würde sagen ich konnte das funkelnde Herz sehen. Und trotzdem, da war sie wieder, meine Angst, meine Anspannung, meine Skepsis dies allem gegenüber. Außerdem spürte ich stark den Schmerz in meiner rechten Schulter. Einige Wochen zuvor hatte ich einen Autounfall. Ich war in einer Massenkarambolage auf der Bundesstraße verwickelt. Seit etwas über 8 Wochen war ich bereits in ärztlicher Behandlung.  Ich schluckte Schmerztabletten, rannte zur Physiotherapie, zu verschiedenen Ärzten, doch die Entzündung in meiner rechten Schulter und die Bewegungseinschränkung in meinem Nacken wollten einfach nicht weichen, geschweige denn besser werden. So saß ich jetzt hier in Amritabha beim sogenannten Darshan, Heilungssegen, Begegnung mit dem Göttlichen.

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„Wie konnten diese Menschen hier so etwas behaupten?“  dröhnte es in meinen Kopf. „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“ hörte ich mich denken.

Dann wurde mir heiß. Sehr heiß. Agni betrat den Raum. In einem weißen Hemd, schwarzer Hose, strammer Schritt, barfuß!  Alle reihten sich ein in die Warteschlange, um ihren persönlichen Darshan von Agni zu bekommen. Noch etwas unsicher und von meinen Gedanken geplagt reihte ich mich wie ferngesteuert ein. Dann kam ich dran. Ich kniete auf das Kissen welches vor Agni auf dem Boden lag. Er saß in einem Sessel und schaute mich an. Er schaute mir tief in die Augen und hielt seine Hand in meine Aura. „ Mensch! War das heiß hier!“ . Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment.  Ewig kam er mir vor.  Doch dann, auf einen Schlag, entspannte sich alles in mir. Ein wohlige Wärme machte sich breit.  Ein liebevolles Gefühl der Geborgenheit, Nachhausekommen. Tränen der Berührung flossen aus meinen Augen. Er lächelte. Ich lächelte. Diesmal von Herzen 🙂 

Ich bedankte mich. Stand auf. War erfüllt. War gefüllt von Frieden, den ich bisher so nicht kannte. Ich lief an meinen Sitzplatz im Tempel zurück und fühlte mich einfach wohl.

Der Schmerz war weg!

Als ich den Tempel verließ und mir die Schuhe anzog staunte ich nicht schlecht. Mein Schulterschmerz war weg. Von Jetzt auf Gleich. Keine Bewegungseinschränkung mehr, keine Schmerzen, alles weg. Ich erinnere mich noch sehr gut an das verblüffende Gefühl in mir. Glauben oder Nichtglauben ? Das war hier die Frage.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin entscheidender Grundstein zu meinem eigenen Heilersein war somit gelegt. Das hatte mich große Skeptikerin wirklich überzeugt. Ich wollte hier weitermachen, an diesem Ort, in dieser Schule.

Die Vorarbeit hatte eine spirituelle Lehrerin aus der Agni-Tradition gelegt. Mit Rückführungen und dem Seminar „Der Weg ins Licht“ hatte sie mich auf meine erste bewusste Begegnung mit mir selbst vorbereitet.

Ich verstand plötzlich „ Gott ist hier! Er ist in mir und in Dir. Ich bin zuhause,  zuhause im Leben.“

Danke Amritabha. Danke Agni!

Manora Gerber
Spirituelle Lehrerin und Heilpriesterin
Email: manorabuddha@hotmail.com

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Ein Kommentar zu Mein erstes Mal …

  1. Irka sagt:

    Liebe Manora,
    ein schöner Bericht – eine berührende Geschichte. Mein erster Besuch auf Amritabha war eine Namensparty, bei der ich dann auch gleich meinen spirituellen Namen bekam.
    Für mich war alles so groß, fremd und doch zugleich so vertraut – einen Monat später machte ich den Weg ins Licht und ab da war Amritabha dann auch wie ein „Zuhause“ für mich – ein Ort, an den ich immer wieder gerne komme, ein Ort der Liebe und Freude – an dem man sich selbst begegnen kann.
    Love, Irka

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