Mein Weg des Spirituellen Lehrerseins: Innen und Außen sind Eins

Lehrer 11 Block 2 (b)Vor 14 Jahren, zum Ende des Spirituellen Beraters, begann ich mich mit dem „Spirituellen Lehrer“ zu beschäftigen. Es hieß: „Lehrer ist man 24 Stunden am Tag, man kann es nicht mehr abstellen und man ist zuständig, Menschen auf dem Weg zu sich selbst und in ein Leben in Liebe zu begleiten“. In meinem Inneren war es ganz klar, dass ich das bin und dass ich mich genau deswegen in dieses Leben inkarniert hatte. Doch wie stand es im Außen? Ich hatte kaum eine Beratung oder ein Feng Shui gemacht, geschweige denn gegen Geld. Leben tat ich dieses innere Wissen nicht, doch wenn ich meine Seele fragte, dann sagte sie „Ja, das bist du, das warst du schon immer und das wirst du immer sein“. Als Agni am letzten Tag des Beraters vor mir stand, hielt er inne und schaute mich eine halbe Ewigkeit an. Dann gab er mir die Einladung zur Lehrerausbildung. Für mich gab es keinen Zweifel, dass ich in der nächsten Ausbildungsgruppe dabei sein würde.

Fe San 2002So fing es an. In meinem Inneren spürte ich alles ganz genau, alles war klar und einfach.  Doch im Außen lebte ich (fast) nichts davon. Ich war verbeamtet, verheiratet.  Der Weg vorgezeichnet: Haus bauen, Kinder, Teilzeitjob etc. Kein Platz für meinen Traum und meine Sehnsucht. Im „Weg ins Licht“ hatte ich gesehen, wie ich eine ganze Karawane von Menschen in ein neues Land begleite, in das Gelobte Land. Konnte ich das als Berufspendlerin in der Verwaltung? Wohl kaum. Ich musste mich entscheiden.

AgniFesanSo kam ich ein paar Wochen später zum Lichtzentrumsleiter nach Amritabha und fragte Agni voller Vertrauen nach meinem Platz. Es sollte der Platz sein, an dem ich meiner Aufgabe gerecht werden konnte. Agni sagte: Dein Platz ist die Erde und jetzt ist der beste Standort Amritabha. Du sollst das Feuer tragen, besonders in den Zeiten, wo ich selbst nicht hier sein kann. Für mich war das damals keine Auszeichnung oder ein Orden, den ich mir an die Brust hängen kann, sondern die Verantwortung, alles zu tun, um dieser Aufgabe gerecht zu werden.

Wer glaubt, dass alle Unsicherheiten, inneren Kämpfe oder die Ängste, etwas falsch zu machen oder  nicht gut genug dafür zu sein, einfach weg gefallen wären, der täuscht sich sehr. Ich war damals überzeugt davon, nichts oder nur sehr wenig wahrzunehmen, in spirituellen Dingen kaum etwas praktisch zu können und hoffte inständig, dass es keiner merkte. Ich fragte den lieben Gott: „Kann das richtig sein, wenn ich ständig tausend Tode sterbe? Dass ich das mit niemandem teilen kann (ich war ja die Leitung und hatte mit allem durch zu sein) und mutterseelenallein an dieser mir fremden Spitze stehe? Und er sagte:

„Das ist der Weg, den du dir selbst gewählt hast, es ist der Weg in die Freiheit, nach der du dich sehnst. Mit jedem Mal, da du dich selbst überwindest, durchdringst du einen Schleier des Vergessens, in das du dich gehüllt hast, um deinen Weg unbeschadet durch die Dunkelheit zu gehen. Halte durch und vertraue deinem Weg, von dem du weißt, dass er richtig ist“.

So machte ich weiter. Im Tun kam die Sicherheit. Die Herausforderungen sollten angenommen werden. Jedes Ausweichen führt unweigerlich in ein Desaster. So hatte ich es mir ausgesucht.

LehrergrppeSelinaHeute habe ich mir eine Sicherheit erarbeitet, die mich trägt. Ich weiß, ich kann, wenn ich will oder wenn ich muss. Es ist die innere Entscheidung, auf die es ankommt.  Sowie ich diese mit meinem ganzen Sein getroffen habe, führt mich das Leben unweigerlich in die neuen Räume, die von mir neu erobert und gelebt werden wollen. Diese Sicherheit ist viel mehr als die Sicherheit im Außen. Selbst wenn alles wegbricht, weiß ich, dass ich immer wieder neu beginnen kann, egal wo ich bin, egal, wo ich stehe.

Zurzeit ist der größte Umbruch seit 14 Jahren. Jetzt ist die Zeit, die Wurzel der alten Ohnmacht zu lösen und in das Gelobte Land einzukehren, in mein Land. Es ist die Zeit, ganz an mich selbst zu glauben, an mein Feuer, meine Kraft, an meine Liebe und an meine Mission. Die Ausbildung geht vorbei (damit meine ich nicht das Lernen an sich, das ist nie vorbei) und das Schöpfen beginnt.

Auf diesem Weg heißt es neu zu entscheiden. Was gehört zu mir? Gilt es etwas loszulassen oder neu zu füllen? Diese Frage habe ich mir mit allem gestellt, was zurzeit zu meinem Leben dazugehört. Für mich ist das Loslassen oft leichter, als das Neufüllen, denn im Neufüllen berühre ich das gut gehütete Geheimnis meiner Seele, was eingefroren und geschützt war, solange die Zeit noch nicht reif dafür war.  Auch jetzt ist es jeden Tag so, dass ich mich selbst überwinde, dass ich jeden Tag neu schauen muss: „Was ist richtig?“ und jeden Tag als einen kleinen Neubeginn lebe.

LehrerGöttliche MutterDer Spirituelle Lehrer ist ein Teil meines Wesens. Heute spüre ich ihn im Innen und im Außen. Mit großer Dankbarkeit erlebe ich, wie ich Menschen in ihr eigenes Lehrersein und in ihre eigene Größe begleiten darf. Für jeden ist es etwas anders, jeder füllt diese Ebene auf seine Weise aus. Für die einen heißt es, viel loszulassen, für die anderen heißt es, dass was sie schon längst haben, neu mit sich selbst zu füllen.

Doch was jeden Lehrer ausmacht, ist die allumfassende Liebe und die Vereinigung mit der Göttlichen Mutter im Feuer des 9. Chakras. Sie hilft uns, alle Hürden zu überwinden und JA zu sagen zu uns selbst und zum Leben. Diese Vereinigung hilft uns, zu erkennen und unseren eigenen Weg mutig und klar zu gehen, ihn jeden Tag neu zu entdecken, in Liebe und Dankbarkeit und in der Freude, hier zu sein.

Wecken wir den Lehrer oder die Lehrerin in uns, spüren wir die Freude, andere Menschen auf diesem Weg zu begleiten. Mit dem Weg, den wir selbst schon gegangen sind, können wir ihnen helfen, frei zu werden und ihren Weg zu finden. Lehrersein bedeutet nicht, sich über andere zu stellen oder ihnen zu sagen, was sie zu tun haben. Es bedeutet, sie in der Tiefe und in den Möglichkeiten ihres Wesens zu erkennen und ihnen zu dienen, dieses von Innen nach Außen zu bringen.

Für mich ist es der schönste Job, den ich mir vorstellen kann. Er zeigt sich mir immer wieder neu. Jetzt freue ich mich, auf die nächste Lehrer-Gruppe im April, um mit jedem Einzelnen, wieder eine neue Ebene zu erklimmen.

Viele Herzensgrüße aus Amritabha

Fe San

 

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