Meistens fällt kein fertiger Meister vom Himmel

 

Ihr erinnert euch vielleicht noch 

an meine Geschichte „Pizza oder Spiritualität“, die ich vor ein paar Jahren mit euch teilte. Es ging um meinen „Weg ins Licht“, um die inneren Widerstände und Befürchtungen, die mich die ganzen sechs Tage auf Trab gehalten haben – und um meine unstillbare Sehnsucht nach dem Licht. Sechs unvergessliche Tage, die inzwischen schon dreizehn Jahre zurück liegen. 

Es hat sich damals so ergeben, dass ich den „Weg ins Licht“ nach einigen Monaten wiederholte.
Ich war total gespannt, was mich diesmal erwarten würde und ich kann sagen, die Überraschung blieb auch da nicht aus. Sie war nicht so, wie beim ersten Mal, wo ich – für mich unerklärlich – plötzlich das Gefühl hatte „endlich gefunden zu haben, wonach ich schon immer suchte“. 

Diesmal war die Überraschung eine andere  

Es taten sich im gleichen Seminar nochmal (neue) Welten für mich auf! Ich musste feststellen, der Begriff „Wiederholung“ passte gar nicht dazu, was ich erlebt habe. Ich war wirklich erstaunt, wie anders der zweite „Weg ins Licht“ war… Natürlich war nicht ER anders. ICH war anders. Ich stand an einem anderen Punkt meiner Entwicklung und hatte eine ganz andere Wahrnehmung dafür, was dieses Seminar wirklich ist. Da war plötzlich viel mehr Selbstverständlichkeit für alles… Ich konnte viel mehr wahrnehmen, viel mehr verstehen, begreifen, annehmen, integrieren. Alles machte plötzlich einen größeren und gleichzeitig tieferen Sinn. Jeden Tag habe ich als ein Geschenk erlebt (was ich beim ersten Mal wirklich nicht behaupten konnte!), jeden Tag setzte sich mein Bild über mich selbst etwas mehr zusammen. Es tauchten plötzlich fehlende Puzzleteile auf, die beim ersten Mal unbemerkt durch mein System fielen.

Inzwischen gebe ich selbst den „Weg ins Licht“ und biete Supervision für angehende spirituelle Lehrer an. Das eben beschriebene Phänomen ist mir inzwischen nicht nur von der Teilnehmer-, sondern auch von der Lehrer-Seite aus bekannt. Immer, wenn Wiederholer im Seminar sitzen, fallen ähnliche Sätze: „Das ist jetzt aber alles ganz anders für mich“, „Jetzt kann ich das alles anders annehmen, begreifen“. 

Einmal, als ich eine bestimmte Übung in der Gruppe ausgeteilt habe, sagte eine Wiederholerin, sie hätte diese Übung und dieses Blatt noch nie vorher gesehen. Ihr „Weg ins Licht“ liege nicht so lange zurück, sie könne sich gut an alles erinnern, aber das Blatt hätte sie damals definitiv nicht bekommen. Ich konnte mir das nicht vorstellen, aber sie bestand sehr vehement darauf. Am nächsten Tag kam sie dann und erzählte lachend, dass sie das besagte Blatt tatsächlich in ihrer alten „Weg ins Licht“-Mappe gefunden hätte. Die Übung wäre ihr aber dennoch ganz fremd. Wohl auch unbemerkt durch ihr System gefallen…

Es gibt Sachen, die sind so groß, dass der Mensch sie gar nicht wirklich erfassen kann. 

So tiefgreifend, dass sie von uns nicht auf einmal in allen Aspekten zu integrieren sind. Die Seele selbst braucht ihre Zeit für ihr Erwachen, ihrem eigenen stimmigen Plan folgend.

Wir haben uns für eine so unendlich lange Zeit vergessen, dass wir das Erinnern etwas üben müssen. Wir haben das Licht, das uns ausmacht, so erfolgreich verschleiert, dass wir mehrere Runden brauchen, um es wieder zu entpacken.

Unser Traum war sehr lang und tief, die meisten von uns können nicht sofort erwachen. Das wäre zu gewaltsam. So brauchen wir öfter einen Weckruf, bis wir ganz die Augen öffnen können. Der „Weg ins Licht“ ist für mich so ein Weckruf. Ein sehr effektiver Weckruf an die Seele und an den Menschen. 

Es gibt einige Spirituelle Lehrer in Deutschland und auch im Ausland, die den „Weg ins Licht“ anbieten. Manchmal ist das Besondere, unterschiedliche Lehrer zu erleben, denn jeder hat persönliche Qualitäten, die etwas anderes in uns ansprechen, uns anders bereichern.

In Amritabha 

bieten den „Weg ins Licht“ im ersten Halbjahr Jaruh Schrempp (5.-10.03.2017), Nura Allenspach (25.03.-30.03.2017) und Sina Nanasi (21.05.-26.05.2017) an. Letztere bin ich 😉

Drei tolle Wesen (ja, ich sage das auch über mich!) an einem wundervollen Platz, den man einfach lieben muss. Also, falls für dich wieder ein Weckruf ansteht… 

Hier beschreiben zwei Teilnehmerinnen, wie sie die Wiederholung vom „Weg ins Licht“ erlebt haben:

Letztes Jahr habe ich das Seminar „Weg ins Licht“ wiederholt. Und obwohl die Inhalte die Gleichen waren wie vor 6 Jahren, war für mich diese Woche ganz anders als das letzte Mal. Im Außen kann ich das natürlich festmachen an einer anderen Leitung, einem anderen Veranstaltungsort (diesmal Amritabha) und anderen Teilnehmern, jedoch für mich viel wichtiger, war das Erkennen/Erfahren, wie sehr sich mein Innenleben in diesen 6 Jahren verändert hat. 

Beim ersten WIL hatte ich z.T. ziemlich mit mir zu kämpfen, sei es was Wahrnehmung betrifft (das Gefühl, alle anderen fühlen/spüren/sehen etwas, nur ich nicht), sei es das Miteinander in der Gruppe (alle anderen kannten sich schon vorher sehr gut, nur ich war (gefühlt) außen vor). Und dennoch, ich nahm ganz viel mit! Und auf eine gewisse Weise waren diese Erfahrungen der Antrieb für mich, mich genauer anzuschauen, mich und meine Verhaltensmuster zu hinterfragen, mir zu gewissen Themen Unterstützung zu holen, weiter meinen Weg zu gehen, ihn zu erkennen und zu wachsen. 

Die Themen, Übungen und Meditationen des WIL im letzten Jahren waren nun exakt die Gleichen, und doch nahm ich sie ganz anders wahr, in einer ganz anderen Intensität. Einige Übungen waren mir noch sehr präsent, v.a. solche, die ich zwischendurch immer mal wieder wiederholt/angewandt hatte; aber es gab auch welche, die ich völlig aus dem Blick verloren hatte, soweit, dass ich anzweifelte, sie jemals schon einmal gemacht zu haben. Das war klasse, d.h. ich erfuhr sie nun (gefühlt) ganz neu. Vieles erreichte in diesen 6 Tagen eine ganz neue Tiefe, und gleichzeitig war das Erleben für mich viel entspannter, freudiger und leichter. Ich möchte diese Zeit nicht missen! Danke Euch beiden, FeSan und Jaruh!

Salome Winter, Trier, 52 J., Dipl.-Geographin

Der ‚Weg ins Licht‘ ist ja ein Seminar mit einer unglaublichen Fülle. Bei meiner Wiederholung stand ich an einem anderen Punkt im Leben als beim ersten Mal. Ich war viele Schritte weiter auf meinem Weg und konnte manche Werkzeuge und Übungen danach noch viel intensiver und selbstverständlicher einsetzen. Ein Werkzeug konnte nach der ersten Teilnahme gar nicht in meinen Alltag einfließen – es war zu diesem Zeitpunkt viel zu machtvoll und ich an einem Punkt, an dem ich meine Macht noch nicht in dem Maße annehmen konnte. Bei der Wiederholung war ich bereit … und nun kann auch dieses Werkzeug mein Leben bereichern. Ich empfinde die Wiederholung als große Vertiefung und Intensivierung dieses heilsamen Seminars und danke dir, Sina, für deine liebevolle Führung auf diesem Weg.

Samelia, 46 Jahre, Grundschullehrerin 

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