Leben und wachsen in Gemeinschaft

Im Außen finden wir den Spiegel für unser Inneres. Jeder Mensch, dem wir begegnen, hat etwas für uns: Heilung, Erkenntnis, Spiegelfunktion, Inspiration, nährende Liebe, Führung, Wachstum durch Herausforderung …. . Je mehr wir uns im Herzen auf den anderen einlassen, desto klarer bekommen wir die Botschaft beziehungsweise die Energie, die uns dient. Ebenso erkennen wir, wo und wie wir selbst in der Begegnung Gutes bewirken und zum Gesamtfluss beitragen können.

Einzelkämpfer zu sein, ist anstrengend. Es fehlt das immer wieder inspirierende und direkte, ehrliche Feedback sowie die tragende Energie der Gruppe.  Man schöpft immer nur aus dem Eigenen ohne den hilfreichen Spiegel oder die Ergänzung des anderen. Man kann es sich nicht gut leisten schwach oder einfach mal „Out of Order“ zu sein, weil niemand da ist, der es auffängt. Außerdem ist es viel leichter und wirkungsvoller über jemand anderen etwas Gutes zu sagen oder zu schreiben, als über sich selbst.

Zusammen sind wir mehr, als die Summe unserer Teile

In der Gemeinschaft potenziert sich unsere Kraft. Weil wir uns gegenseitig ergänzen, befruchten und unsere Qualitäten verstärken, entsteht ein starkes Energiefeld, was von außen leichter wahrgenommen werden kann. Wenn ich sage, „Ich bin die Feuerschamanin“ klingt es anders, als wenn ich sage „Ich bin ein Teil eines wachsenden Netzes von 60 Feuerschamanen, die für die Heilung von Mensch und Erde arbeiten. Und die Feuerschamanen sind wiederum Teil eines größeren Netzwerkes von mehreren tausend Heilern, Lehren, Lichtzentrumsleitern und Beratern der Feuertradition weltweit.

Führung ohne Hierarchie

Echte Gemeinschaft kennt keine Hierarchie im herkömmlichen Sinne. Es gibt Personen, die Leitungs- oder führende Funktionen haben. Doch dies zielt immer darauf, so viel Selbständigkeit und Authentizität im Anderen zu fördern, wie möglich. Jeder darf und soll an seinem Platz selbstständig denken, handeln und seine Beiträge einbringen. Zuständig ist der, der es am besten kann. Dies geschieht fast von selbst, wenn wir uns im Herzen öffnen, den anderen „zu sehen“ und einander auf Seelenebene“ begegnen.

„Der Spirit“ der Gruppe ist das gemeinsame Ziel, die gemeinsame Ausrichtung. Diesen gilt es immer wieder zu beleben, um die Kraft auf das Wesentliche auszurichten und die Energie aus den kräftebindenden oder störenden Nebenflüssen herauszunehmen. Der gemeinsame Spirit ist es, der die Gruppe trägt, nährt und in dem sich alle wiederfinden.

Konkurrenz ist Illusion.

Jeder hat seinen Platz und wirkt dort am besten. Niemand anderes könnte an diesem Platz besser sein. Wenn ich meinen Platz eingenommen habe, kann mir niemand wirklich etwas weg nehmen. Das Wichtigste ist also herauszufinden: Was kann ich am besten? Was entspricht mir am meisten? Wo entsteht bei mir die meiste Freude? Das gilt in kleineren Teams genauso, wie in den größeren Netzwerken (z.B. Spirituelle Lehrer, Lichtzentrumsleiter, Berater, Schamanen…). Wir sollten uns jeden Tag darauf besinnen, dass wir nicht allein sind und schauen: Wer kann das Problem oder die Aufgabe am besten lösen? An wen kann ich mich wenden, wer ist zuständig? Und natürlich genauso: Was ist mein Beitrag?

Kommunikation ist wesentlich

Nobody is perfect. Keiner kann an alles denken und manchmal vergessen wir einfach, dass wir nicht allein sind oder dass wir etwas beizutragen haben. Wenn uns etwas bedrückt,  auffällt oder wir etwas nicht verstehen, sollten wir es dort ansprechen, wo es hingehört, in Liebe und Respekt dem anderen gegenüber. Hilfreich ist es, sich aus den eigenen Einstellungen und Gedanken heraus in die Welt des/der anderen zu bewegen. Zuhören mit dem Herzen. Sprechen mit dem Herzen. Dann wird alles leicht. Wenn wir uns nicht mitteilen, kann man uns nicht hören, wenn wir nicht bereit sind zu teilen, ist es schwer, etwas zu empfangen (umgekehrt natürlich genauso).

Ich bin ein Fan von Gemeinschaften und Netzwerken. Ich glaube, durch Kooperation, gegenseitige Förderung und die Bereitschaft zu teilen, können wir noch viel mehr erreichen als bisher. Wer schlechte Erfahrungen gemacht hat, sollte sich die Ursachen bewusst machen. Man hat auch immer selbst etwas damit zu tun. Wir können daraus lernen und es besser machen. Wie schon gesagt: Nobody is perfect und das Leben ist ein ständiges Lernen – das gilt für alle. Wenn wir uns etwas wünschen, müssen wir es vorleben oder anderen helfen, dorthin zu gelangen, dann kommt es am schnellsten zu uns.

Mit Liebe für alle Herzensgemeinschaften

Fe San

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Ein Kommentar zu Leben und wachsen in Gemeinschaft

  1. Jonaa sagt:

    Das hätte man nicht besser ausdrücken können, gut auf den Punkt gebracht!
    Danke Fe San!

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